Impuls Applaus
Zum Start:
Herzlichen Glückwunsch. Von Herzen Respekt und Hochachtung. Ihr habt das Schuljahr hinter euch gebracht.
Und damit ich hier nicht falsch verstanden werde: Es ist egal, wie ihr dieses Schuljahr beendet habt, welche Noten du hast und ob du oder deine Eltern damit zufrieden sind. Es ist egal, ob das dein letztes Jahr war oder nicht und ob du den Abschluss geschafft hast oder nicht. Egal, ob du nach den Sommerferien in die nächst höhere Klasse gehst oder nicht. Egal ob dich auf die Ferien freust und egal, ob du das Zeugnis als fair empfindest oder nicht.
Ich finde, ihr habt es alle gleich verdient und deshalb nochmal: Herzlichen Glückwunsch. Von Herzen Respekt und Hochachtung.
Kreuzzeichen:
Wir schauen auf dieses Jahr zurück
zusammen mit Gott, der uns wie Vater und Mutter ist,
zusammen mit Jesus, der als Bruder immer an unserer Seite ist,
und mit der Heiligen Geistkraft, die unauslöschlich tief in uns steckt.
Amen.
Lied:
Gotteslob: Lasst uns loben, freudig loben, GL 489
Str 1-3,
oder Kreuzungen: Halleluja lobet Gott, K-Nr. 164 Str. 1.
Hinführung:
Gleich lese ich [oder jemand anderes?] ein Text aus dem ersten Testament, aus dem 5. Buch Mose vor. In dem Text geht es um den Sonntag. Es gibt ja 7 Tage in der Woche und 6 davon sind sogenannte Werktage. An denen wird gearbeitet. Meistens sind wir 5 Tage in der Schule oder bei der Arbeit und am sechsten Tag, dem Samstag, gehen viele Leute noch einkaufen, putzen die Wohnung oder arbeiten ehrenamtlich in Vereinen oder so.
Aber der Sonntag ist ruhiger. Da darf man keine lauten Arbeiten zu Hause machen und die Geschäfte sind geschlossen. Manche gehen am Sonntag auch in den Gottesdienst, weil das für manche gut zu einem ruhigen Tag ohne Arbeit passt. In dem Text geht es darum, warum Menschen Ruhe und ab und zu freie Tage und Ferien brauchen. Du kannst ja mal schauen, ob das so auch für dich stimmt.
Lesung:
Dtn 5, 14-15
Doch der siebte Tag gehört Adonaj, deiner Gottheit. Da verrichte keinerlei Werk, weder du, noch dein Sohn und deine Tochter, noch dein Sklave und deine Sklavin, noch dein Rind, dein Esel und all dein Vieh, noch deine Fremdlinge in deiner Stadt, damit dein Sklave und deine Sklavin ihre Ruhe haben, so wie du. Erinnere dich daran, als du selbst ein Sklave, eine Sklavin in Ägypten warst: Da führte dich Adonaj, deine Gottheit, mit starker Hand und erhobenem Arm von dort heraus. Darum gebietet dir Adonaj, deine Gottheit, den Sabbat zu begehen.
Überlegung:
Kann man den Sabbat, also unseren Sonntag jetzt mit den Ferien vergleichen? Naja, Gott sagt uns schon, dass es für Gott wichtig ist, dass wir mal eine Pause machen. Dass wir Ferien oder Urlaub machen und mal Zeit haben, um was Anderes zu machen als zu arbeiten.
Sicherlich, die Arbeit und die Schule, die Ausbildung und unsere alltäglichen Aufgaben sind etwas Wichtiges. Sie geben dem Alltag eine Ordnung wie der Stundenplan und führen uns hoffentlich dahin, dass es uns später gut geht, wenn wir mal Erwachsene sind. Außerdem wird da jeden Morgen kontrolliert, dass noch alle da sind und niemand ganz vergessen wird. Aber es gibt auch andere wichtige Dinge, die im Alltag nicht so viel Platz haben und für die ich Pausen brauche. Erst wenn ich das Gefühl habe, dass ich gerade gar nichts zu tun habe, dann fällt mir ein, was ich schon lange mal wieder tun wollte.
Lied:
Gotteslob: Den Herren will ich loben, GL 395, Str. 1-3,
oder Kreuzungen: Jetzt ist die Zeit, K-Nr. 252 Str. 1,2,4,5.
Überlegung:
Auf das, was man arbeitet, kann man stolz sein. Und wenn man, wie in der Schule seine Arbeit nicht freiwillig und vielleicht auch überhaupt nicht gerne macht, dann kann man – finde ich – schon stolz darauf sein, wenn man die ganze Zeit da war und die Zeit dort durchgestanden hat. Und das habt ihr alle. Ihr habt ein ganzes Jahr Schule hinter euch gebracht. Ich hoffe für euch, dass ihr in dieser Zeit viel Schönes erlebt habt.
Aber das Ausruhen ist ja nicht einfach nur da, um faul zu sein. Sicher ist das auch mal ok, aber die Pause, die Gott uns vorschlägt, lässt uns Zeit für wichtige und schöne Dinge. So wie die Hofpause einem die Zeit gibt, mit Freund:innen aus der Parallelklasse zu sprechen, Fußball zu spielen. So geben uns die Ferien Zeit, Freund:innen von weiter weg zu besuchen, Postkarten zu schreiben und liebe Menschen wiederzusehen.
Ihr habt gleich kurz Zeit, Ideen für euch zu sammeln, was ihr in euren Ferien machen könntet, das sonst immer zu kurz kommt. Etwas oder jemanden, für den oder das sonst nie Zeit bleibt. Ein alter Freund oder eine sehr gute Bekannte.
[Zeit zur Ideensammlung]
Ich lade euch ein, euch eine eurer Ideen wirklich vorzunehmen. Vielleicht schafft ihr sogar mehr, aber es gibt eventuell eine Idee, die euch besonders gut gefällt. Und die könnt ihr euch ja, wenn ihr wollt, so richtig vornehmen. Und wenn man die Idee dann umsetzt, dann hat man nicht nur eine tolle Erfahrung und schöne Geschichte über die Ferien zu erzählen, sondern auch nochmal etwas, auf das man etwas stolz sein kann.
Gebet:
Ewige,
wenn du wirklich ewig bist, keinen Anfang hast und immer schon da warst … hast du in dieser langen Zeit schon mal für etwas keine Zeit gehabt und es dir dann nochmal vorgenommen?
Gott,
du bist ein Mensch geworden, wie ich einer bin. Du hast bestimmt auch mal Ferien gebraucht. Du bist in die Wüste gegangen, um Abstand vom Alltag zu bekommen, um zu wissen, wie es danach weitergeht.
Kraft,
jetzt in den Ferien habe ich Zeit, mich von dir erfüllen und treiben zu lassen. Jetzt ist deine große Chance.
Dreifaltigkeit,
gehe du mit mir durch meine Ferien. Erhole dich mit mir und zeig mir, auf was ich stolz sein kann. Und wenn ich dann am Ende der Ferien sogar stolz darauf sein kann, was ich in der freien Zeit gemacht habe, das wäre toll.
Amen.
Segen:
Wenn wir alle stolz sein können, dass wir dieses Schuljahr überstanden haben, dann schlage ich vor, dass wir gleich uns selber einen großen Applaus geben und für uns selber klatschen [ggf. Gruppe bremsen]. Und über das Klatschen spreche ich einen Segen, dass Gott uns in unseren Ferien begegnet und in der freien Zeit bei uns ist.
[klatschen]
Gottheit,
wenn wir Ferien haben und freimachen, dann tun wir das, was du uns vorschlägst. Auch du machst Pause und ruhst dich aus. Sei bei uns, egal wo wir unsere Ferien verbringen und segne unsere Pläne, die wir für unsere freie Zeit haben.
Segne uns, indem du mit uns gehst und in unseren Applaus einstimmst.
Du Gott ewig, Gott lebendig, Gott gegenwärtig.
Lied:
Gotteslob: Herrn unser Herr, GL 414 Str. 1,2,4,5
oder Kreuzungen: Die Erde ist schön, K-Nr 63 Str. 1-3.